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Die Öffentlichkeitsarbeit

In der heutigen Zeit, wo Jagd und Jäger in der zunehmenden und oft unsachlichen Kritik der Öffentlichkeit stehen, ist eine offensive Öffentlichkeitsarbeit besonders wichtig. Es gibt keinen Grund, nicht über das zu sprechen, was wir z.B. im Natur-schutz Gutes tun oder ansonsten bewirken. Unter diesem Aspekt kommt der Öffentlichkeitsarbeit eine besondere Bedeutung zu, auch wenn es im Bereich der Jägerschaft Duderstadt noch bei weitem nicht die Probleme gibt wie andernorts. Die ländliche Bevölkerung hat sich eine weitestgehend natürliche Einstellung zur Natur und der Tierwelt bewahrt.

Die Wichtigkeit einer guten Öffentlichkeitsarbeit kannten auch schon die Vorgänger des heutigen Vorstandes. So übernahm der langjährige Vorsitzende, Dr. Matthias Gleitze, am 01.01.77, also vor 22 Jahren, das Amt des Obmannes für Öffentlichkeitsarbeit. Immer jedoch pflegten die Vorsitzenden einen guten Kontakt zur örtlichen Presse. Seit wann genau die Funktion des Obmannes für Öffentlichkeitsarbeit existiert, konnte nicht mehr ermittelt werden. Seitdem haben folgende Waidgesellen diese Aufgabe wahrgenommen: Jochen Markfeld, Klaus Maletzki und Wolfgang Wüstefeld.

Öffentlichkeitsarbeit ist vielfältig. Zunächst ist hier die Pressearbeit zu nennen. Über dieses Medium kann nicht nur die Bevölkerung über Aktivitäten der Jägerschaft und ihre Hintergründe informiert werden. Auch die eigenen Mitglieder werden über die Tageszeitung und natürlich die jagdliche Presse erreicht und beispielsweise über Terminänderungen und dergleichen benachrichtigt. Zur Zeit gibt es im Untereichsfeld lediglich eine Tageszeitung, das ”Eichsfelder Tageblatt”, zu dem die Jägerschaft über den Obmann einen guten Kontakt unterhält. Bis in die 70er Jahre gab es außerdem die ”Südhannoversche Volkszeitung”, die später in HNA, ”Hessisch-Niedersächsische Allgemeine”, umbenannt wurde. Auch dort veröffentlichte die Jägerschaft zahlreiche Artikel über die Arbeit der Jäger. Zur Zeit ist die Jägerschaft mit nahezu 70 Veröffentlichungen im Jahr in den sogenannten ”Printmedien” präsent, wovon 30 bis 40 Artikel auf das ”Eichsfelder Tageblatt” entfallen.

Auch die Aktivitäten der Jagdhornbläser sind als Öffentlichkeitsarbeit im besten Sinne anzusehen. Die Auftritte unserer Bläser in der Öffentlichkeit erzielen immer eine große – und positive – Resonanz in der Bevölkerung. Viele Bürger kommen nur zu den Hubertusmessen, um unsere Bläser zu hören. Mehr dazu ist im Kapitel zu lesen, das den Bläsern gewidmet ist.

Eine gute Informationspolitik ist überaus wichtig. Bis Ende der 80er Jahre nahmen die drei Jägerschaften des Landkreises Göttingen gemeinsam an der Wirtschaftsaus-stellung SIVA in Göttingen teil, wo sie zusammen einen Info-Stand einrichteten.

Wichtiger aber ist es, die Bürger von morgen zu erreichen und über die Jagd zu informieren. Dazu müssen die Jäger in Kindergärten und Schulen zu gehen oder, noch besser, Schulklassen in den Wald zu holen. Dies geschieht auf vielfältige Weise. Hier werden sowohl von bestimmten Jägern Einzelaktivitäten durchgeführt, wie in letzter Zeit z.B. durch Rüdiger Deppe (Breitenberg) und Herbert Koch (Wollershausen), als auch Aktionen der Jägerschaft gezielt durchgeführt. Der jetzige 1. Vorsitzende, Harald Höhne, führte in seiner beruflichen Eigenschaft als Forstbeamter, aber auch als Jägerschaftsvorsitzender in Zusammenarbeit mit z.B. Helmut Nolte, dem langjährigen Hegeringleiter des Hegerings Süd, derartige Info-Aktionen durch, die von den Schülern mit regem Interesse und sogar Begeisterung angenommen wurden und werden.

Zur Unterstützung solcher Arbeiten initiierte Thomas Ehbrecht, Vorgänger von Harald Höhne, die Anschaffung eines sogenannten Info-Mobils, wie es die Bezirksjägerschaft Braunschweig nach einem nordrhein-westfälischen Vorbild anschaffte. Ziel sollte es sein, unter der Bezeichnung ”Lernort Natur” einen mit Präparaten, Info-Tafeln und sonstigem Informationsmaterial ausgestatteten Anhänger parat stehen zu haben und nicht erst nach Braunschweig fahren zu müssen. Als Sponsor konnte die Sparkasse Duderstadt gewonnen werden. Das Info-Mobil wurde im Oktober 1998 der Jägerschaft Duderstadt übergeben und seitdem schon einige Male genutzt. Während der ”Ruhephasen” steht das Vehikel auf dem Gelände der ”Sielmann-Stiftung”, zu der die Jägerschaft einen guten Kontakt unterhält.

Nicht nur die Sparkasse unterstützt die Jägerschaft Duderstadt, sondern auch die Volksbank Eichsfeld e.V., die der Jägerschaft einen Naturschutzpreis stiftete, der mit 2.000,- DM dotiert ist und einmal jährlich für im Naturschutz besonders aktive Jagd-pächter vergeben wird. Diese Gelegenheit, der Öffentlichkeit deutlich zu machen, was die Jäger im Naturschutz zu leisten vermögen, kann wiederum pressewirksam umgesetzt werden. Darüber hinaus engagiert sich die Volksbank auch durch finanzielle Unterstützung des Senioren-Nachmittag der Jägerschaft, der auch schon von der Sparkasse unterstützt bzw. veranstaltet wurde. Doch das gehört an eine andere Stelle.

Der Naturschutzpreis der Volksbank Eichsfeld eG

wird von Direktor Jürgen Tietje an Elmar Gecius (Mitte) überreicht. Rechts Dieter Fronhoff.

Reinhard Osburg (ABM-Kraft)

baut gemeinsam mit dem Hegebuschob mann Harald Höhne (heute 1. Vorsitzender) und dem 1. Vorsitzenden Thomas Ehbrecht Vogel-Nistkästen

Ein weiterer Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist das Aufstellen von Informationstafeln auf Wander- und Waldwegen. Auch hier ist die Jägerschaft aktiv gewesen. In entsprechenden Holzhalterungen wurden repräsentative Schautafeln auf dem Wanderweg, z.B. am Pferdeberg bei Gerblingerode und am ”Alten Forsthaus Hübenthal”, aufgestellt. Sie informieren über die Tiere der heimischen Natur und die Aufgaben der Jagd. Bei der Erstellung der Tafelhalterungen, sowie der Herstellung von Nist- und Fledermauskästen wurden vor allem die ABM-Kräfte eingesetzt, die von 1994 bis 1998 in der Jägerschaft beschäftigt wurden.

Letztendlich ist bezüglich der Öffentlichkeitsarbeit jeder einzelne Jäger gefordert, wenn er in seinem Revier oder sonst in der Natur Kontakt zum Bürger bekommt. Die Art, wie man mit einem Spaziergänger spricht, aus welchen Gründen auch immer, ist ausschlaggebend für das Bild, das sich die Öffentlichkeit vom Jäger macht. Was Hunderte von Jägern aufgebaut haben, kann ein Einzelner mit einer Vierteldrehung seines Körpers wieder zerstören.

Die Jägerschaft Duderstadt arbeitet zielgerichtet und zukunftsorientiert. In der Öffentlichkeitsarbeit wird sie sich zukünftig auch neuer Medien bedienen und ab September 1999 mit einer eigenen Seite im Internet
Der Waidmann soll sein: gottesfürchtig, eines guten Gesichts, eines guten Gehörs, schneller Füße, nicht gebrechlich, eines gesunden Atems und laut vom Halse, dauerhaftig, wachsam, unverdrossen, unversoffen, treu, von reifem judicio, aufmerksam, gesunder Zähne, geschwind in seinem Vernehmen, unverzagt und nicht furchtsam.

V. Göchhausen in ”Notabilia venatoris”