Die Vorstände
1. Vorsitzende:
Dr. Karl Goldmann 1946 – 1949
Julius Glaese 1949 – 1953
Dr. Matthias Gleitze 1953 – 1973
Dieter Fronhoff 1973 – 1996
Thomas Ehbrecht 1997 – 1999
Harald Höhne seit 1999
2. Vorsitzende:
Franz Mühe 1946 – 1949
Edmund Schabacker 1949
Franz Hellmold 1949 – 1965
Heinrich Hölscher 1965 – 1977
Karl Zwingmann 1977 – 1993
Ralph Wüstefeld seit 1993
Schriftführer:
Josef Dobert 1946 – 1951
Dr. Matthias Gleitze 1951 – 1953
Karl-Heinz Bruns 1953 – 1956
Heinrich Diedrich 1956 – 1968
Dieter Fronhoff 1968 – 1973
Friedrich Freiherr
von Minnigerode 1973 – 1981
Karl-Ludwig Kohlrautz 1981 – 1985
Ulrich Cieslak 1985 – 1993
Erich Hagemann seit 1993
Schatzmeister:
Gregor Hucke 1946 – 1951
Josef Dobert 1951 – 1958
Edmund Schabacker 1958 – 1973
Wolfgang Borchardt 1973 – 1985
Reinhold Fröhlich 1985 – 1992
Thomas Ehbrecht 1992 – 1997
Michael Nachtwey seit 1997
Der derzeitige Vorstand
Kreisjägermeister und Stellvertreter
Kreisjagdbeauftragte für den Landkreis Duderstadt:
Dr. Karl Goldmann 1947 – 1950
Albert Gerlach 1950 – 1964
Gustav Kortekamp 1964 – 1973
Jägermeister für die Jägerschaft Duderstadt im Landkreis Göttingen
Dr. Matthias Gleitze 1973 – 1976
Werner Gerlach 1976 – 1986
Dr. Kuno Priesnitz seit 1991
Kreisjägermeister des Landkreises Göttingen
Werner Gerlach 1986 – 1991
Vorsitzende bzw. stellvertretende Vorsitzende der Bezirksjägerschaft
Dr. Matthias Gleitze:
stellvertretender Bezirksvorsitzender des Regierungsbezirks Hildesheim
1956 – 1976
Dieter Fronhoff:
Bezirksvorsitzender des Regierungsbezirks Hildesheim 1975 – 1978
stellvertr. Bezirksvors. des Regierungsbezirks Braunschweig 1978 – ?
Bezirksvorsitzender des Regierungsbezirks Braunschweig 1992 – 1996
Thomas Ehbrecht:
stellvertr. Bezirksvors. des Regierungsbezirks Braunschweig 1996 – 1999
Rudi Lindner ist seit 1993 Bezirksbläserobmann im Bezirk Braunschweig. Bereits seit Mitte der 70er Jahre war er als Vertreter des Bezirksbläserobmanns tätig.
Dem erweiterten Vorstand gehören neben den Hegeringleitern (siehe entsprechendes Kapitel) die Obmänner an. Derzeit sind dies
für das Schießwesen: Werner Rüttgeroth,
für das Hundewesen: Horst Moldenhauer,
für Hegebuschmaßnahmen: Harald Höhne, gleichzeitig 1. Vorsitzender,
für den Naturschutz: Dr. Kuno Priesnitz,
für das Jagdhornblasen: Rudi Lindner,
für die Jungjägerausbildung: Ulrich Cieslak,
für Archiv und Material: Walter Braun,
für die Pressearbeit: Wolfgang Wüstefeld.
Die Öffentlichkeitsarbeit wird von Fall zu Fall von allen gemeinsam wahrgenommen.
Es gibt eine lange Reihe verdienter Waidgesellen aus der Jägerschaft Duderstadt, die zweifellos alle eine besondere Würdigung an dieser Stelle verdient hätten, wie aus anderen Kapiteln dieser Chronik hervorgeht. Stellvertretend für sie soll hier zweier langjähriger Vorsitzender ganz besonders gedacht werden, da sie die Jägerschaft Duderstadt ganz entscheidend prägten und ihre Geschicke maßgeblich beeinflußten: Dr. Matthias Gleitze und Dieter Fronhoff.
Dr. Matthias Gleitze
wurde 1902 in Seeburg geboren und starb 1989 in Duderstadt. Mit ihm verlor die Jägerschaft Duderstadt einen ihrer Gründungsväter. Zeit seines Lebens stand Dr. Gleitze im Blickpunkt der Öffentlichkeit. 1948 wurde er zum Oberkreisdirektor des Altkreises Duderstadt gewählt. Im Laufe seiner 19-jährigen Tätigkeit erwarb er sich zahlreiche Verdienste, die aus Platzgründen gar nicht alle gewürdigt werden können. Aufgrund seiner verdienstvollen Tätigkeit wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Sein besonderes Engagment und seine ganze Liebe galt jedoch dem Waidwerk. Dr. Gleitze stammte aus einer alten Jägerfamilie und setzte sich in vielfältigen Funktionen für die Belange von Jagd und Jägern ein. Schon 1925 wurde er Mitglied im damaligen Jagdverein ”Goldene Mark”. Nach dem Krieg gründete er die Jägerschaft Duderstadt neu, bekleidete von 1951 bis 1953 das Amt des Schriftführers und leitete die Jägerschaft von 1953 bis 1973. Nebenher nahm er auch außerhalb der Jä-gerschaft Duderstadt Ämter und Funktionen wahr und war in zahlreichen Jäger-Gremien tätig, um die Interessen seiner Heimat und ihrer Jäger zu vertreten (siehe nachfolgende Aufstellung).
1956 – 1976 : Stellvertretender Bezirksvorsitzender (= Bezirksjägermeister) des Regierungsbezirks Hildesheim,
1956 – 1976 : Mitglied des erweiterten Präsidiums der Landesjägerschaft Niedersachsen,
Seit 1967 : Beisitzer beim Jagdehrengericht des Regierungsbezirks Hannover und Hildesheim,
1952 – 1967 : Mitglied des Jagdbeirates des Kreises Duderstadt als OKD,
1973 – 1977 : Mitglied des Jagdbeirates des Landkreises Göttingen als Vertreter der Jäger.
Aufgrund seiner Verdienste ist es nicht verwunderlich, daß ihm zahlreiche Ehrenabzeichen verliehen wurden:
seit 1972: Inhaber der Großen Goldenen Plakette der Landesjägerschaft Niedersachsen,
seit 1976: Inhaber der höchsten deutschen Jagdauszeichnung, des Goldenen Ehrenabzeichens des Deutschen Jagdschutzverbandes,
seit 1964: Inhaber des Goldenen Ehrenabzeichens der Japanischen Reichsjägerschaft.
Von 1973 an zog er sich langsam aus seinen Funktionen zurück und ebnete seinem Nachfolger Dieter Fronhoff den Weg. Niemand, der ihn kennengelernt hat, wird ihn und seine Art, insbesondere sein rollendes ”R” , vergessen.
In den frühen 70er Jahren
(von links: Dr. Matthias Gleitze, Dieter Fronhoff und Kurt Rüttgeroth)
Dieter Fronhoff
Wurde 1941 in Nordhausen geboren und starb 1996 mit 55 Jahren viel zu früh. Schon mit 18 Jahren machte er den Jagdschein. Bereits 1967 wurde er als Schriftführer in den Vorstand der Jägerschaft gewählt. 1973 übernahm er 32-jährig den Vorsitz von Dr. Matthias Gleitze. Zwei Jahre später wurde er von den Vorsitzenden der Jägerschaften im Bezirk Hildesheim zu deren Bezirksvorsitzenden gewählt und gehörte damit auch dem erweiterten Präsidium der Landesjägerschaft Niedersachsen an. Im gleichen Jahr wurde er wie sein Vorgänger Beisitzer beim jagdlichen Ehrengericht im Regierungsbezirk Hannover. Nach der Reform der Bezirks wurde er 1978 zunächst stellvertretender Vorsitzender der Jägerschaften im Regierungsbezirk Braunschweig. 1992 übernahm er den Vorsitz dieser größten niedersächsischen Bezirksjägerschaft.
Hinzu kam sein Engagment bei der Ausbildung angehender Förster an der forstlichen Fachhochschule in Göttingen, wo er einem Lehrauftrag im Fach ”Jagdrecht” nachkam. In seiner Jägerschaft setzte ”Philipp” Fronhoff zahlreiche Ideen um, die noch heute leben. Auf seine Initiative hin wird noch heute der Seniorennachmittag veranstaltet, wurde das mahnende Hubertuskreuz an der Kreisstraße 48 zwischen Nesselröden und Wöllmarshausen errichtet, die Vorstandsjagd ins Leben gerufen, zwei Müllsammelaktionen durchgeführt und vieles mehr.
Die Einweihung des Hubertuskreuzes
an der Kreisstraße 48 zwischen Nesselröden und Wöllmarshausen im Jahr 1988
Anton Köhler – Präsident der Landesjägerschaft Nie
zeichnet ”Philipp” Fronhoff mit dem Goldenen Verdienstabzeichen des DJV aus.
Auch bei ihm verwunderte es nicht, daß er im Mai 1996 eine seltene Auszeichnung verliehen bekam, die vor ihm nur ein einziger Jäger des Untereichsfeldes, nämlich Dr. Matthias Gleitze, erhielt: das Goldene Verdienstabzeichen des Deutschen Jagdschutzverbandes, die höchste Auszeichnung, die ein Jäger erhalten kann. Von einer schweren Krankheit gezeichnet, hatte er seine Nachfolge schon geregelt, als er nur wenige Monate später starb.